Manche Projekte beginnen mit einem Briefing, andere mit einer E-Mail vom anderen Ende der Welt.
Die EPF Group aus Sri Lanka stand vor einer klaren Herausforderung: Elektrische TukTuks sollten zuverlässig, wartbar und langfristig wirtschaftlich betrieben werden können.
Das Problem dabei ist nicht der Motor. Nicht die Software. Sondern die Batterie. Denn sie entscheidet über Lebensdauer, Sicherheit und Kosten. Und ohne saubere Daten weiß man im Grunde nichts.
Die Herausforderung
Wie schnell degradiert der Akku, wie verhält sich der State of Health (SOH), welche Fahrzeuge fallen frühzeitig aus und wo entstehen Qualitätsprobleme? Ohne Telemetrie ist das alles Rätselraten. Also kam die Anfrage an uns: Können wir ein Batterie-Management-System (BMS) mitentwickeln, das nicht nur schützt und misst, sondern die Daten auch intelligent in eine Cloud überträgt?
Kurz gesagt: Nicht nur Elektronik. Sondern IoT.
Unsere Aufgabe
Gemeinsam mit EPF haben wir ein BMS-Konzept aufgebaut, das zwei Dinge kombiniert: robuste Hardware-Überwachung der Batterie und IoT-fähige Datenkommunikation zur zentralen Auswertung. Das System erfasst unter anderem Zellspannungen, Temperaturen, Lade- und Entladeströme, den State of Health (SOH), Degradationsverläufe sowie Fehlerzustände und Anomalien.
Diese Daten werden nicht nur lokal verarbeitet, sondern regelmäßig an eine Cloud übertragen. Dort können Flottenbetreiber und Entwickler Langzeitverhalten analysieren, Qualitätsprobleme früh erkennen, Wartung planen, Batterien vergleichen und reale Lebensdauer statt Marketingwerte sehen. Das ist der Unterschied zwischen „funktioniert irgendwie” und „kontrollierbar skalieren”.
Warum das wichtig ist
In Europa ist Elektromobilität oft Komfort. In Sri Lanka ist sie Wirtschaftlichkeit. Ein TukTuk ist kein Spielzeug, es ist Einkommen. Wenn ein Fahrzeug ausfällt, steht nicht nur Technik still – sondern der Tagesverdienst. Ein sauberes BMS mit Datenanalyse bedeutet deshalb weniger Ausfälle, planbare Wartung, längere Batterielebensdauer und geringere Kosten. Technik wird hier direkt sozial relevant.
Unser Ansatz
Wir kommen zwar aus der Web- und Softwarewelt, aber im Kern machen wir immer dasselbe: Systeme bauen, die messbar funktionieren.
Ob Website oder Batterie:
Ohne Daten ist alles Bauchgefühl. Mit Daten kann man optimieren.
Deshalb denken wir Projekte immer ganzheitlich – Hardware, Software, Kommunikation und Auswertung gehören zusammen.
Das Ergebnis ist kein „nettes Feature”, sondern ein belastbares technisches Fundament.
Fazit
Dieses Projekt hat uns einmal mehr gezeigt:
Gute digitale Lösungen enden nicht im Browser.
Manchmal stecken sie in einem TukTuk in Colombo und schicken Batteriedaten über das Mobilfunknetz in die Cloud.
Und genau solche Projekte lieben wir.
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